Theresien-Gymnasium Ansbach

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1966 - Die Verstaatlichung

Wie im vorigen Kapitel bereits angesprochen, entwickelte sich der Unterhalt der Theresien-Oberrealschule immer mehr zur Belastung für den Stadthaushalt. Als im Jahr 1964 400.000 DM Zuschuss seitens der Stadt für das Theresianum fällig wurden, flammte die seit langem schwelende Diskussion wieder auf, ob sich die Stadt den Unterhalt der Schule künftig überhaupt noch leisten könnte - zumal diese Schule staatlich ja nicht vorgeschrieben war. Die FLZ fragte im Januar 1964 provokant, ob sich die Schule schließen lasse - schließlich entfielen knapp die Hälfte der städtischen Ausgaben auf Personalkosten für Krankenhaus und die städtischen Schulen. Es wurde offen über die Schließung der Schule nachgedacht - oder zumindest über die Zusammenlegung der beiden Oberrealschulen, also eine künftige gemischte Schule für Knaben und Mädchen. Dies wiederum war strikt gegen den Willen der Eltern der Theresienschülerinnen.

Die Rettung nahte - wieder einmal - im Form von Vater Staat. Das Kultusministerium hatte zugesagt, die Schule zum Schuljahr 1965/66 zu verstaatlichen. Die Geschichte sollte sich also wiederholen - doch war als Auflage die Beseitigung der Raumnot durch Schaffung eines Erweiterungsbaues gegeben. Diese Kosten müssten jedoch von der Stadt übernommen werden, was wiederum dort einiges Kopfzerbrechen bereitete. Dennoch - am 19. Oktober 1966 war es soweit, die Schule wurde staatlich. Nun also war es Zeit für das "Staatliche Theresien-Gymnasium".

Fachlich gab es auch eine Fortentwicklung zu melden: im Jahr 1965 wurde neben dem naturwissenschaftlichen Zweig ein neusprachlicher Zweig eingeführt, wobei der naturwissenschaftliche Zweig im Jahr 1971 auslief. Im Jahr 1968 erfolgte konsequenterweise auch die Umwandlung in ein neusprachliches Gymnasium mit sozialwissenschaftlichem Zweig.