Theresien-Gymnasium Ansbach

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1923 - Inflationssorgen

Kaum begann sich die Situation der Nachkriegsjahre langsam, aber stetig zu bessern, schon schlugen äußere Einflüsse mit voller Kraft auf das Schulleben ein. Die erste große Welle der Inflation mit wertlosem Papiergeld überschwemmte das Land, Zukunftsangst plagte das Volk. Entsprechend war die Abschlussfeier 1923 tituliert mit "Deutsche Not und deutsches Hoffen". Der Schulbetrieb drohte durch die Alltagssorgen zermürbt zu werden. Auch im Winter 1923/24 gab es keine Besserung - mangels Heizmaterial musste der Samstagsunterricht wieder einmal entfallen, die Weihnachtsferien wurden bis Mitte Januar 1924 verlängert.

Zu allem Überfluss wurde der Lehrplan in diesem Jahr wieder einmal reformiert - so wurde etwa Englisch neben Französisch als verpflichtende und erste Fremdsprache aufgenommen. Wodurch wiederum kostspielige Lehrmaterialien beschafft werden mussten, für die natürlich keine finanziellen Mittel zur Verfügung standen.