Theresien-Gymnasium Ansbach

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern

1812 - Ende und Wiederbegründung

Nachdem Dr. Reuter sein Engagement in Ansbach aufgegeben hatte, schien dies wohl das Ende der "Höheren Mädchenschule" zu sein. Hinzu kam noch die weiterhin mangelhafte Unterstützung des bayerischen Staates, der die Ansicht vertrat, derartige Schulen könnten derzeit nicht vom Staate unterstützt werden. Man war vielmehr der Meinung, falls Bedarf bestehe, so müssten diese Schulen eben als Privatunternehmen angesehen werden.

Da jedoch in Ansbach weiterhin die Nachfrage für eine Höhere Mädchenschule bestand, fanden sich schon sehr bald nach Reuters Entschluss - Mitte Mai 1812 - elf Lehrer und sieben Lehrerinnen unter der Leitung von Dr. Heinrich Stephani zusammen, um auf Anregung des Generalschulkommissariats über die Weiterführung der Schule zu beraten. Dr. Stephani war bereits ein enger Vertrauter von Dr. Reuters Institut und stand diesem sehr wohlwollend zur Seite.

Ankündigung der Neugründung am 17.05.1812Ankündigung der Neugründung am 17.05.1812Gezielt sollten nun unter Leitung von Dr. Stephani die vom Ministerium geforderten Reformen durchgeführt werden. Und so war bereits am 17. Mai 1812 in der "Ansbacher Intelligenz-Zeitung" nebenstehende Ankündigung der Neugründung zu lesen.

Somit wurde die neu gestaltete "Höhere Töchterschule" bereits am 1. Juni 1812 in den Räumen im Neuenbau mit 90 Schülerinnen feierlich neu- bzw. wiedereröffnet - dieser Tag gilt als offizieller Gründungstag des heutigen Theresiengymnasiums.

Das Schulgeld zur damaligen Zeit betrug moderate ein Gulden zwölf Kreuzer bzw. zwei Gulden pro Monat. Die Schülerinnen waren meistens Töchter von Beamten, Lehrern und diversen Räten, aber auch Glasermeister, Gastwirte oder Seifensieder fanden sich unter den Eltern. Die neue Einrichtung schien aufgrund der hohen Nachfrage ein großer Erfolg zu werden.