Theresien-Gymnasium Ansbach

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1826 - Die Töchterschule wird königlich

Dr. Fabers zahlreiche Bittbriefe sollten tatsächlich von Erfolg "gekrönt" sein - und das im wahrsten Sinne des Wortes. Mit Schreiben vom 15. April 1826 teilte König Ludwig I. von Bayern mit, dass er einer Unterstützung der "Höheren Töchterschule" zu Ansbach "nicht abgeneigt" sei. Doch es sollte noch bis Anfang Dezember 1826 dauern, bis endgültige Gewissheit bestand. Dann nämlich ging das vom König höchstpersönlich unterzeichnete Schreiben an der Töchterschule ein, wonach aus "Hungerpastors Töchterschule" eine "öffentliche königliche Unterrichts- und Erziehungsanstalt für höhere weibliche Bildung" werden sollte.

Damit hatte die finanzielle Not ein Ende, und auch die räumliche Situation sollte sich bald deutlich bessern. Bereits am 1. Februar 1827 bezog die nun also staatliche Schule ihre neuen Räume in der damaligen Pfarrgasse 27 (siehe nebenstehendes Foto), in der heute die Fachoberschule (FOS/BOS) untergebracht ist.

Zu diesem Zeitpunkt war die Schule in fünf Klassen und zehn Abteilungen untergliedert.

Einige Auflagen brachte die Verstaatlichung aber mit sich - so sollte die Funktion des Schulleiters stets von einem Pfarrer übernommen werden, was wohl auf das königliche Misstrauen gegen allzu aufklärerische Strömungen zurückzuführen ist. Trotz anfänglicher Anfechtungen sollte diese Räumlichkeit der Schule bis über den Jahrhundertwechsel hinaus ins Jahr 1908 dienen. Schulleiter Faber reichte 1829 sein Rücktrittsgesuch ein, und ein neues Kapitel in der Schulgeschichte sollte unter Schulleiter Dr. Hoffmann aufgeschlagen werden.