Theresien-Gymnasium Ansbach

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Biologie

Das Fach „Natur und Technik“ in der Unterstufe schlägt eine wichtige Brücke vom Heimat- und Sachunterricht in der Grundschule zum naturwissenschaftlichen Fachunterricht, der in der Mittelstufe einsetzt.

Aus diesem Grund bietet es sich an, den Biologieschwerpunkt der 6. Klasse - „Wirbeltiere in ihren Lebensräumen“ - möglichst mit regionalen Beispielen praxisnah zu behandeln.

Im Sommer 2012 war dies im Rahmen einer Führung mit einem Experten durch die Ausstellung „Nur die Harten kommen durch – Anpassungen der Wüstentiere“  im Nahe gelegenen Einkaufszentrum möglich. Das Berühren einzelner Tiere und faszinierende Live-Beobachtungen, wie z. B. das Beutefangen bei Chamäleons, stellten für die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler ein spannendes und zugleich interessantes Erlebnis dar, bei dem sie außerdem ihren persönlichen Erfahrungsschatz erweitern konnten.

Jemenchamäleon<br>(Chamaeleo calyptratus)<br>(Ausstellung „Nur die Harten kommen durch”)
Jemenchamäleon
(Chamaeleo calyptratus)
(Ausstellung „Nur die Harten kommen durch”)
junge Bartagamen<br>(Pogona vitticeps)<br>(Ausstellung „Nur die Harten kommen durch”) 
junge Bartagamen
(Pogona vitticeps)
(Ausstellung „Nur die Harten kommen durch”)
Kragenechse<br>(Chlamydosaurus kingii)<br>(Ausstellung „Nur die Harten kommen durch”) 
Kragenechse
(Chlamydosaurus kingii)
(Ausstellung „Nur die Harten kommen durch”)
Kaiserboa<br>(Boa constrictor imperator)Kaiserboa
(Boa constrictor imperator)

In der 6.Jahrgangsstufe soll zudem das Verständnis für „wichtige Beziehungen zwischen Körperbau und Lebensweise bei Wirbeltieren“ (vgl. Grundwissen des Bayerischen Lehrplans) aufgebaut werden. Eine Fachmethode, die dies unterstützt, ist das Sezieren. Derartige praktische Arbeit fördert sowohl das manuelle Geschick als auch eine schärfere Beobachtungsgabe. Nebenbei organisieren sich die Schülerinnen und Schüler als Team und erwerben dadurch soziale Kompetenzen.

In Mittelfranken, wo bereits seit dem Mittelalter systematisch Karpfen gezüchtet werden, liegt auch das größte zusammenhängende Teichgebiet, der Aischgrund.

Durch die Auswahl des Karpfens als zu sezierendes Objekt lernen die Schülerinnen und Schüler somit eine Fischart detaillierter kennen, die in ihrer Heimat eine wichtige Rolle spielt und die sie nicht zuletzt von der regionalen Speisekarte zahlreicher Restaurants kennen.

Vorher am Modell besprochene Strukturen und deren Funktionen, wie z.B. die Kiemen als Atmungsorgane, lassen sich am Realobjekt wiederholen und vertiefen. Beim Vergleich der einzelnen Karpfen kann außerdem die Einzigartigkeit eines jeden Lebewesens festgestellt werden. Zusätzlich lernen die Schülerinnen und Schüler so einen respektvollen Umgang mit Lebewesen und den bewussten und gezielten Einsatz einer naturwissenschaftlichen Methode kennen.

M.Stiegler (Text und Fotos)

Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse beim Sezieren von Karpfen
Schülerinnen und Schüler der 6. Klasse beim Sezieren von Karpfen Kiemen eines präparierten Karpfens
Kiemen eines präparierten Karpfens