Theresien-Gymnasium Ansbach

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Staatliche Schulpsychologin des Theresien-Gymnasiums

Gründe für eine schulpsychologische Beratung

Psychische Erkrankungen sind in unserer Gesellschaft leider noch immer eher negativ behaftet. Während man bei einem Knochenbruch überhaupt nicht infrage stellt, ob es sinnvoll ist, einen Arzt zu konsultieren, wird bei Erkrankungen der Psyche oftmals sehr lange gezögert. Die Angst vor der Stigmatisierung „gestört sein“ trägt wesentlich dazu bei, wenngleich der Begriff der Störung nur eine in der Psychologie und Psychiatrie fachtypische Bezeichnung für eine Erkrankung ist. Aber auch das Gefühl, dass bei einem selbst oder bei dem eigenen Kind „etwas nicht stimmt“, ist mit Unsicherheit verbunden, bei vielen ist die auch die Angst, das Problem nicht überwinden zu können oder in der Erziehung etwas falsch gemacht zu haben, zu groß. Dabei gilt im psychischen dasselbe wie im körperlichen Bereich: Viele Probleme würden sich viel leichter und schneller überwinden lassen, wenn sie rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden könnten.

Der Schulpsychologe kümmert sich um Probleme, die zu Beeinträchtigungen des Einzelnen im Rahmen des Schulalltags führen, wobei das viele verschiedene Punkte sein können. Neben Schwierigkeiten, die ihren Ursprung in der Schule haben, wirken sich auch persönliche Verhaltensweisen oder familiäre Krisen auf die schulische Leistungsfähigkeit oder das Sozialverhalten aus. Oft hilft es bereits, Probleme mit einem Außenstehenden durchzusprechen, um verschiedene Lösungsansätze zu durchdenken.

Konkrete Beratungsanlässe von Schülerinnen/Schülern und Eltern

  • psychische und/oder soziale Probleme
  • Lern- und Leistungsstörungen
  • Schul- und Prüfungsängste
  • Legasthenie-Verdacht
  • Magersucht, Bulimie
  • Selbstaggression (Ritzen...)
  • Suchtverhalten (auch Computersucht)
  • Verhaltensauffälligkeiten (z.B. Zwänge...)
  • Mobbing
  • sexuelle Grenzverletzungen
  • persönliche Krisensituationen der Schülerinnen und Schüler (familiäre Konflikte, Scheidung, Todesfälle, depressive Verstimmungen...)

Beratungsablauf

Im Mittelpunkt der Beratung steht das persönliche Gespräch mit den ratsuchenden Schülerinnen oder Schülern bzw. deren Eltern. Im Erstgespräch wird dabei versucht, den Kern und die wesentlichen  Auswirkungen des Problems zu finden. Im Nachfolgenden wird dann oftmals über das Ausschlussprinzip nach den genaueren Ursachen geforscht, in der Folge Ressourcen erarbeitet und überlegt, wie eine Lösung des Problems aussehen kann. In diesen Phasen kommen neben dem Gespräch unter Umständen auch weitere Verfahren zum Einsatz, wie zum Beispiel testdiagnostische Methoden. Je nach Situation kann es notwendig und sinnvoll sein, den/die Schüler/in an geeignete therapeutische Außenstellen weiterzuleiten, denn ich verfüge über keine therapeutische Ausbildung und muss daher ggf. externe Fachkräfte hinzuziehen. Dennoch stehe ich als Schulpsychologin aber weiterhin als Vermittlerin zwischen diesen Stellen zur Verfügung (wenn dies gewünscht wird) und kann so versuchen, den Erfolg einer außerschulischen Therapie durch geeignete Umsetzungsmaßnahmen in der Schule zu unterstützen. Hierbei hilft sicherlich, dass ein Schulpsychologe in Bayern auch immer ein Lehrer ist, so dass man in der Regel recht gut abschätzen kann, welche konkreten Schritte im Rahmen des Schulalltags und der Klasse möglich sind. Diese Umsetzung gestaltet sich auch deshalb leichter, da man als Schulpsychologe ja nicht außerhalb eines Kollegiums steht, sondern über die gleichzeitige Lehrerrolle gut integriert ist.

Grundsätze der Beratung

Die Beratung ist kostenlos, beruht auf der Freiwilligkeit der Teilnehmer und ist vertraulich. Als Berufspsychologe unterliege ich ebenso wie Ärzte und Psychologen außerhalb der Schule dem Paragraphen 203 StGB, der mich an eine Schweigepflicht bindet, von der ich nur durch den Ratsuchenden bzw. den Auftraggeber zur Beratung entbunden werden kann. (Auch der Schulleiter, der beamtenrechtlich mein Vorgesetzter ist, kann diese Schweigepflicht nicht aufheben.) Je nach Fall kann diese Entbindung der Schweigepflicht sinnvoll sein, um eine gemeinsame Lösung des Problems zu finden. Die schulpsychologische Beratung in Bayern ist Teil des Schulsystems und somit stehe ich nicht nur den Schülern, sondern auch den Lehrern und der Schulleitung als Beratungsfachkraft zur Verfügung.

Erreichbarkeit und Kontaktdaten

An zwei Tagen in der Woche biete ich eine Telefonsprechstunde an, in der ich in der Regel erreichbar bin. In diesen Zeiten können Sie auch gerne einen persönlichen Termin mit mir vereinbaren.

In diesem Schuljahr finden diese Telefonsprechstunden zu folgenden Zeiten statt:

Dienstags von 9.30 Uhr bis 10.15 Uhr

Donnerstags von 12.05 bis 12.50 Uhr.

Sollte ich das Gespräch z.B. wegen eines anderen Beratungsgesprächs nicht entgegennehmen können, dann sprechen Sie mir bitte auf den Anrufbeantworter. Hinterlassen Sie dabei Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und Kontaktzeiten, wann ich Sie am besten erreichen kann. Ich rufe Sie dann so bald wie möglich zurück. Die Kontaktaufnahme gestaltet sich leichter und ggf. auch schneller, wenn Sie mir mehrere Zeiträume nennen, zu denen ich Sie erreichen kann. Der Anrufbeantworter kann aus Gründen der Schweigepflicht nur durch mich abgehört werden).

Ein Rückruf am selben Tag kann ich wegen Unterrichtsverpflichtungen, Beratungs- und Fortbildungstätigkeiten leider nicht garantieren.

Kontaktdaten:

OStRin Andrea Pfeiffer

Theresien-Gymnasium Ansbach, Schreibmüllerstr. 10, 91522 Ansbach

Tel.: 0981 – 85188

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

(Bitte beachten Sie, dass ich aus Gründen des Datenschutzes und der Verschwiegenheit keine Beratungen per E-Mail durchführen kann; die Angabe der Mailadresse dient in erster Linie der Möglichkeit der Kontaktaufnahme.)

Da ich auch als Lehrer an der Schule tätig bin, biete ich natürlich auch eine reguläre Lehrersprechstunde an. Diese ist aber nur für die Eltern der Schüler/innen gedacht, die ich unterrichte und sollte nicht für eine psychologische Beratung beansprucht werden.

Beratungstermin und Wartezeiten

Termin

Termine kann ich zu den unterschiedlichsten Zeiten anbieten, hierbei sind von Montag bis Freitag in der Regel sowohl Termine am Vormittag oder am Nachmittag möglich; da in den meisten Fällen das betroffene Kind aber dabei sein sollte, finden die meisten Beratungen nachmittags statt.

Wartezeit

Da auch bei den Schulpsychologen die Nachfrage nach Terminen immer mehr steigt, kann es, ebenso wie bei Psychiatern, Psychologen und Psychotherapeuten, zu Wartezeiten kommen. Zu gewissen Zeiten muss mit ca. zwei bis vier Wochen gerechnet werden. Vereinbaren Sie Termine daher bitte so früh wie möglich.