Theresien-Gymnasium Ansbach

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Der ThG wird mit dem Titel „Schule ohne Rassismus- Schule mit Courage“ ausgezeichnet

„Ja- wir haben es geschafft, wir bekommen den Titel „Schule ohne Rassismus“ verliehen!“, so begrüßte Julius Hilpert als Vertreter der Klasse 10 G am Donnerstag, den 27.7.17 die gesamte Schulfamilie in der Turnhalle.

Damit es dazu kam, mussten 70 % der Schüler, Lehrer und sonstiger Mitarbeiter  eine Selbstverpflichtung mit folgendem Wortlaut unterschreiben:

Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

Wenn an meiner Schule Gewalt oder diskriminierende Äußerungen oder Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, uns zukünftig zu  achten.

Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule einmal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Die Klasse 10G, die die Initiative für das Projekt ergriffen hatte, machte durch diverse Aktionen in der Pause darauf aufmerksam und sammelte anschließend die Unterschriften Fast 90 % der Angesprochenen waren der Meinung, dass dieses Vorhaben unterstützt werden muss, und setzten ihren Namen unter die Selbstverpflichtung.  Manuel Porzner, international erfolgreicher Radsportler und ehemaliger Schüler des ThG, konnte glücklicherweise dafür gewonnen werden, die Patenschaft zu übernehmen.

Nachdem die Urkunde von Bertram Höfer, dem Regionalkoordinator des Projekts für Mittelfranken, überreicht worden war, erklärten die Schüler:

„Die Verleihung des Titels ist aber eigentlich nur der Anfang. Wir wollen nicht nur das Schild an der Türe unserer Schule hängen haben, sondern die Gedanken der Selbstverpflichtung leben und pflegen. So wie wenn man einen Baum pflanzt. Wenn er nicht gegossen wird, kann er nicht leben.“

Mia- Lucia Feder aus der 10 G fügte hinzu: „Genau! Und deshalb wollen wir als Symbol dafür diesen kleinen Baum pflanzen, der von allen Mitgliedern der Schulfamilie gegossen werden muss. Damit dies geschehen kann, möchten wir jeweils einen Vertreter der verschiedenen Gruppen unserer Schulfamilie  eine Gießkanne überreichen und damit alle auffordern, das Bäumchen gemeinsam zu gießen und zu pflegen, damit es wachsen kann.“

Dafür baten sie den Schülersprecher, sowie die jeweiligen Vorsitzenden des Personalrats, Herrn Feldner, und des Elternbeirats, Frau Wiedfeld, und OStD Frisch, auf die Bühne, die die Gießkannen entgegen nahmen und das Bäumchen sogleich zum ersten Mal gossen.

Nun ist es an uns, die Gedanken aus der Selbstverpflichtung in Projekten, aber vor allem auch im täglichen Umgang miteinander umzusetzen. Packen wir´s an!

Heuschkel

 

Schulchronik


Erstellt 1987 aus Anlass des 25-jährigen Jubiläums des Vereins der Freunde des ThG.