Allgemeine Informationen (Spanisch)

Warum sollte man Spanisch lernen?

Sich bewusst für das Erlernen einer neuen Sprache zu entscheiden hat vielerlei Gründe: Oft sind es ganz persönliche Erfahrungen oder Beweggründe, da man vielleicht durch Urlaubsreisen einen kulturellen Zugang zu einer Sprache gefunden hat. Manchmal ergeben sich auch durch Familienangehörige Kontaktpunkte, die man gerne ausbauen möchte. Junge Menschen denken auch bereits an ihre berufliche Zukunft oder Weiterbildung - sicherer Sprachgebrauch, nach dem europäischen Referenzrahmen zertifiziert, kann ein gewichtiges Auswahlkriterium für den künftigen Arbeitgeber sein. Oder es ist einfach die ganz persönliche Lust auf etwas Neues, auf das Aufstoßen einer Tür zu einer wunderschönen, farbenfrohen europäisch-exotischen Welt.

Spanisch als Weltsprache

Wenn man die Menschen zählt, die Spanisch als Mutter- oder als Zweitsprache in ihrem Alltag verwenden, dann landet Spanisch nach Chinesisch (1,3 Milliarden Sprechende), Hindi (525 Millionen Sprechende) und Englisch (510 Millionen Sprechende) mit 389 Millionen Sprechenden auf Platz 4 (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/150407/umfrage/die-zehn-meistgesprochenen-sprachen-weltweit/).



Ein Blick auf die Weltkarte verrät, dass neben dem spanischen Festland, den Kanaren und Balearen mit dem spanischen Sprachgebrauch auch ein weiterer Kontinent erschlossen wird: Amerika. Dieser geografische Begriff ist bewusst genannt, um deutlich zu machen, dass neben Südamerika, Zentralamerika auch Teile der USA fest zum spanischen Sprachraum gehören.

Sprachen und deren Relevanz hängen immer von gesellschaftspolitischen Entwicklungen ab (Eine Wertung einer Sprache ist aber eigentlich irrelevant, da jede Sprache als genuines Kulturgut einzigartig und essentiell ist.). Gerade der südamerikanische Wirtschaftsraum bietet europäischen Unternehmen mittlerweile lukrative Absatz- und Produktionsmöglichkeiten. Auch Ansbacher Firmen pflegen enge Kontakte mit mexikanischen Wirtschaftspartnern.

https://www.spracheninstitut-leipzig.de/sprachen/romanische-sprachen/spanisch

Spanisch spätbeginnend

Am Gymnasium werden im Fach Spanisch spätbeginnend Sprachkenntnisse vermittelt, die „die Möglichkeit zur intensiven Auseinandersetzung mit Denk- und Lebensweisen in der spanischsprachigen Welt, deutlich über Klischees oder auch rein touristische Interessen hinaus“ (Lehrplan Gym Bayern Spanisch spätbeginnend, Fachprofil) ermöglichen. Inhaltlich geht es beispielsweise um die Epochen der arabischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel, um die Begegnung mit den präkolumbischen Hochkulturen, das wechselseitige Verhältnis zwischen Europa und Hispanoamerika und die kulturell wie wirtschaftlich engen Beziehungen zwischen Deutschland und dem europäischen Sprachraum der spanischen Sprache (vgl. ebd.).

Das Fach Spanisch spätbeginnend wird von einem motivierenden raschen Lernfortschritt begleitet. Sprachenlernende am Gymnasium können mit dem Einsetzen einer spätbeginnenden Fremdsprache bereits auf eine erfolgreiche Sprachenlernbiographie zurückblicken. Von Lernerfolgen, die aus kleinen, vielleicht manchmal mühsamen Schritten stammten, kann man nun profitieren und schnell vorankommen: Jeder hat die für sich effektivste Art und Weise Vokabeln zu lernen bereits entdeckt; der grundsätzliche Gebrauch von Zeiten ist bekannt (das englische present perfect wird zum Beispiel ganz ähnlich dem spanischen perfecto compuesto verwendet); zahlreiche Analogien und positive Interferenzen zu Latein, Französisch und Englisch verhelfen zu motivierendem Lernerfolg;

Insofern kann man sagen, dass das herausragende Ziel des Faches Spanisch spätbeginnend sein soll, von den Sprachlernerfahrungen der Schülerinnen und Schülern zu profitieren und zielstrebig an der internationalen Gesprächsfähigkeit der Lernenden zu arbeiten. Konkret geht es also darum, den Fokus auf die gesprochene Sprache zu richten und die Lernenden in kurzer Zeit zu versierten Sprachanwendern zu machen.

Spanisch am ThG

Die Fachschaft Spanisch am ThG arbeitet eng zusammen und bietet den Schülerinnen und Schülern ein gut abgestimmtes und gleichzeitig schillerndes Anspruchsniveau. Ausgewählte Themenbereiche des Lehrwerkes (¡Adelante! Klett) werden um aktuelle und vielschichtige Themenimpulse ergänzt: dem Lehrplan folgend werden etwa politisch brisante Themen der gesamten spanischsprachigen Welt (z.B. Grenzproblematik zwischen den USA und Mexiko, Separatismus in Spanien …) besprochen, aktuelle Filme oder Serien (Coco, Ágora, La Valla …) analysiert und mit der Lerngruppe gemeinsam ausgewählte Lektüren gelesen.

Im ersten Lernjahr werden im Fach Spanisch spätbeginnend 4 Schulaufgaben (große Leistungsnachweise) geschrieben (die letze davon wird als mündliche Schulaufgabe abgehalten.). Kleine Leistungsnachweise werden über mündliche Beiträge, Projektvorstellungen, Abfragen oder Stegreifaufgaben erhoben. In der Q-Phase werden wie in jedem anderen Fach auch Klausuren geschrieben, im letzen Lernjahr wird eine Klausur durch eine mündliche Prüfung ersetzt.

Spanisch spätbeginnend kann mit dem Kolloquium im Abitur abgeschlossen werden. Damit werden auch alle Halbjahresleistungen der Qualifikationsphase mit in die Abiturnote eingebracht (Zusammen mit der Kolloquiumsnote entspricht das einem Anteil an der Gesamtnote von 13,33%). Für den Fall, dass Spanisch spätbeginnend nicht als Kolloquiumsfach gewählt wird, nimmt Spanisch spätbeginnend durch entsprechende Streichungen der Halbjahre minimal 3,33% der Abiturnote ein.

Spanisch erleben

Das ThG sucht und pflegt immer Kontakte auch zum spanischsprachigen Ausland. Dabei geht es um Vorträge an der Schule selbst, den Vlog- und Blogaustausch, die Herstellung und Vermittlung von individuellen Kontakten zum Aufenthalt in Gastfamilien oder dem Schulbesuch im Ausland und idealerweise einen regelmäßigen beidseitigen Schüleraustausch.

So gelang es uns seit 2017 bereits zwei Austauschprogramm mit der Deutschen Schule Colegio Humboldt in San José Costa Rica umzusetzen. Diese Schulpartnerschaft ist etwas ganz Besonderes und hat eine hohe Relevanz auch für den ganz normalen Spanischunterricht.

Zusammenfassung

Die Entscheidung das Fach Spanisch spätbeginnend zu wählen soll immer die Entscheidung für eine neue weitere Sprache sein und nie gegen eine der bestehenden Sprachen. Nun stellt einen die Wahl bekanntermaßen auch immer vor eine gewisse Qual. Vielleicht fällt einem diese ein wenig leichter, wenn man zum Ende der Schullaufbahn den Blick bewusst in die Zukunft richtet und die Frage stellt, wohin einen die Reise einmal nimmt. Der große Vorteil ist, dass man seine Schullaufbahn am Gymnasium bis zum Schluss individuell auf die eigenen Bedürfnisse zuschneiden kann. Gleichzeitig ist es beruhigend, dass es auch nach dem Abitur immer die Möglichkeit gibt, gute Spanischkurse an der Uni zu besuchen oder ein Latinum nachzumachen. Es steht allerdings ohne Zweifel fest, dass Spanischkenntnisse zu einer guten und fundierten Allgemeinbildung dazugehören.

Anfahrt

Adresse und Kontakt

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